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Syte-Gründer Zühlke: Bestandsprüfung dauert Wochen und bremst das Potenzial von Aufstockung und Sanierung

Matthias Zühlke, Mitgründer und Geschäftsführer des Unternehmens Syte, sieht das größte ungenutzte Potenzial der Immobilienbranche in brachliegenden Aufstockungen, ungenutzten Dachflächen und sanierungsfähigen Altbauten. Wer ein ungedämmtes Dach durch ein zusätzliches Geschoss ersetze, schaffe Wohnraum und saniere energetisch in einem Zug, so Zühlke. Gehoben werde dieses Potenzial dennoch kaum, weil die Prüfung des Bestands Wochen in Anspruch nehme und die Sorge vor unangenehmen Überraschungen groß sei. Syte hat eine KI-gestützte Plattform entwickelt, die Analysen zu Grundstücken und Gebäuden ermöglicht. Sie reichen von Bebauungspotenzialen über Sanierungspläne bis zu Energie- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Zühlke gründete das Unternehmen 2021 gemeinsam mit David Nellessen. Zuvor war der Architekt geschäftsführender Partner eines Architekturbüros und verantwortete Projekte im Wohn-, Gewerbe- und Städtebau. Als persönlichen Aha-Moment nennt Zühlke einen Investorenwettbewerb für ein Brachareal. Der gestalterisch beste Entwurf gewann, wurde aber nie gebaut, da sich der geforderte Grundstückspreis mit der Planung nicht erwirtschaften ließ. Das zeigte sich erst nach Wochen, und die Fläche liegt bis heute brach. Für Zühlke folgt daraus: Der schönste Entwurf ist wertlos, wenn die Zahlen nicht stimmen.

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Sprache: Deutsch

Quelle: share.google

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